Publiziert am: Do, 2.08.2012

Saisonvorschau: Thun / Yverdon und YB

Eine Newsmeldung präsentiert von:

Am Samstag beginnt die neue NLA-Saison. Die Wochen der harten und intensiven Vorbereitung ist für die zehn Clubs nun vorbei – in zwei Tagen gilt es ernst. Auf dem Transfermarkt hat sich einiges getan – eine Konstante bleibt. Die FC Zürich Frauen sind erneut die grossen Favoritinnen auf den Meistertitel. Wir beginnen unsere Saisonvorschau mit den Clubs aus dem Westen: mit den Aufsteigerinnen vom FC Thun Berner Oberland, den BSC YB Frauen sowie den Romands von Yverdon-Féminin.

 

FC Thun Berner Oberland:

Der Aufsteiger hat ein erklärtes Saisonziel: den Ligaerhalt zu schaffen. Dabei helfen sollen die Zuzüge Corinne Gasser und Florentina Iusifi (beide FC Spiez), Sonja Curtis (SV Meiringen) und Annu Eicher (FC Zollikofen). Bei vier Zuzügen haben die Oberländerinnen fünf Abgänge zu verzeichnen: Vera Dubach, Eliane Schneider und Jasmin Kernen schnüren ihre Schuhe in der kommenden Saison für den FC Zollikofen, Anna Barbara Krebs läuft zukünftig für den FC Steffisburg auf und Sophie Antener für den FC Walperswil. Die Thuner Frauen spielten in der Vorbereitung gegen den FC Yverdon Féminin und schnupperten dabei das erste Mal wieder am Tempo der höchsten Schweizer Liga. Yverdon gewann das Aufeinandertreffen mit 3:1. Für Thuns Trainer Jean-Luc Teyssier ist nebst dem FC Zürich Frauen auch der FC Basel ein Favorit. Auf die Spielerinnen vom Rheinknie treffen die Thunerinnen zum Saisonauftakt am Samstagnachmittag auswärts (16:00 Uhr). Muss er einen allgemeinen Wunsch formulieren, so wünscht sich Teyssier im Frauenfussball mehr Engagement von Sponsoren und weniger Auflagen des SFV für NL-Vereine.

FC Yverdon Féminin

Auch bei den Romands aus Yverdon sind die Zürcherinnen die Favoritinnen. Nach dem Cupsieg aus der vorletzten Saison passte in der vergangenen Saison manchmal nicht viel zusammen. Erst gegen Ende der Finalrunde schien sich das Team von Jean-Daniel Perroset gefunden zu haben. Nun wandern mit Lea Hinnen (Universität New York) und Sandra Betschart (VFL Sindelfingen) gleich zwei arrivierte Kräfte nach kurzer Zeit wieder ab. Mit Lucie Moret (FC Givisiez) verliert Yverdon eine dritte Spielerin. Diese Abgänge werden kompensiert durch die Zuzüge von den beiden junge Spielerinnen Cristel Miocevic (U18 Team Vaud) und Déborah Thiébaud (Grandson Junioren B). Mit Vanessa Pittet (von YB) kehrt eine alte Bekannte nach Yverdon zurück. Es bleibt zu hoffen, dass sie die einstige Nationalspielerin in ihrer alten Heimat wieder wohler fühlt, als zuvor noch bei GC und YB. Yverdon absolvierte in der Vorbereitung gleich mehrere Tests: gegen den FCZ verlor man diskussionslos mit 0:4, gewann mit demselben Skore aber gegen YB sowie mit 3:1 gegen Thun. Die Journalistenauswahl von La Liberté de Fribourg unterlag den NLA-Spielerinnen knapp mit 3:2. Die Waadtländerinnen scheinen für den Saisonstart gerüstet. Dieser beginnt für sie am Samstag auswärts gegen Staad (20:00 Uhr). Als Saisonziel nennen sie den Ligaerhalt sowie eine solide Ausbildung der U-18-Spielerinnen. Der allgemeine Wunsch über den Frauenfussball lautet bei Yverdon folgendermassen: “Der Frauenfussball soll weiter wachsen, das Spieltempo muss sich erhöhen, die Qualität der Trainer verbessert werden, die Presse der Romandie muss sich mehr für Frauenfussball interessieren. Der SFV soll sich mehr Mühe geben bei der Spielplangestaltung. Es gibt zu lange Pausen mitten in der Meisterschaft. Zudem hilft der Verband nicht, den Traum der Professionalisierung wahrwerden zu lassen.”

 

BSC Young Boys:

Der Meister von 2011 hat kein allzu befriedigendes Jahr hinter sich. Dementsprechend dezent gibt man die Wünsche der Saisonziele an: Qualifikation für die Finalrunde sowie die jungen Spielerinnen einen Schritt näher an die Spitze bringen. Vom Meistertitel redet in Bern niemand – in der Hauptstadt ist auch der FCZ der grosse Favorit. Mit Francesca Càlo, Jessica Hawker, Cloé Meier (alle U18) und Glayce Camelo (SC Radelfingen) wurden vier Zuzüge getätigt. Dass gleich drei U18-Spielerinnen den Weg ins NLA-Kader fanden, lässt darauf schliessen, dass YB auch auf die Jungen und deren Ausbildung setzt. Demgegenüber haben die Gelb-Schwarzen aber auch namhafte Abgänge zu verzeichnen. Allen voran Bettina Thomet, welche zum Ligakonkurrenten Kriens wechselt. Mit Vanessa Pittet (Yverdon), Franksiska Seiler (Rücktritt / RS Thun) verlassen zwei weitere erfahrene Spielerinnen den Verein. Schmerzen dürfte wohl auch die Rücktritte von Torhüterin Janine Chamot, Franziska Schärer und Meret Wälti. Michaela Burkhard (Auslandreise) und Annina Spahr (Pause aus Ausbildungsgründen) werden YB zudem auch nicht zur Verfügung stehen. Das Kader steht vor einem Umbruch. Keine leichte Aufgabe für Trainer Rolf Kirchhofer, bereits zu Beginn der Saison eine schlagkräftige Truppe zusammen zu stellen. Die Bernerinnen starten am Samstag zuhause gegen GC (19:00 Uhr) in die neue Saison. In der Vorbereitung unterlag man der Olympia-Auswahl von Neuseeland 0:10, dem FCZ 0:7 und Yverdon 0:4. Gegen die Femina Kickers aus Worb konnte man 8:2 gewinnen sowie auch gegen NLB-Verein Aarau (4:2).

YB-Trainer Rolf Kirchhofer trifft mit seinem Team zum Auftakt auf GC. (Bild: Peter Ganser)

WERBUNG:

Kommentar schreiben

XHTML: Sie können diese html tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Log in here!