Die U17 unterliegt Frankreich mit 1:5

Carmen Pulver (r) erzielte nicht nur das erste Tor der EM-Qualifikation in Belgien, sondern auch das erste Tor der EM-Endrunde 2012 (Archivbild: Chris Blattmann)
Bei der ersten Endrundenteilnahme des U17-Nationalteams musste die Schweiz vor 2000 Zuschauern eine enttäuschende Niederlage in Kauf nehmen. Noch im März konnte man gegen den heutigen Halbfinalgegner Frankreich in zwei Testspielen mit einer 0:1-Niederlage und einem 1:1 Unentschieden Hoffnung im Hinblick auf die EM-Endrunde schöpfen. Auch im Halbfinale von heute im Stade de Colovray in Nyon begannen die Schweizerinnen druckvoll und konnten bereits in der 13. Minute den ersten Treffer des Turniers, erzielt von Carmen Pulver, bejubeln. Lange dauerte jedoch die Freude nicht. Nur gerade eine Minute später glichen die Favoritinnen durch Captain Sandi Toletti aus. Die Französinnen erhöhten den Druck auf das Tor von Nicole Studer und konnten bereits in der 19. Minute auf 2:1 erhöhen, nachdem Andrea Frei zwei Minuten zuvor einen Freistoss nicht zum Ausgleich verwandeln konnte. Weitere Attacken von Toletti auf das Tor von Studer konnte die Zürcherin noch abblocken, in der letzten Minute der 40 Minuten dauernden ersten Halbzeit erhöhte Pauline Cousin noch auf 3:1.
Auch in der zweiten Spielhälfte waren die Spielanteile im Wesentlichen bei den Französinnen. Die Schweizerinnen mussten sich in erster Linie mit Defensivarbeit beschäftigten, was auch die Statistik belegt: 13 Schüsse aufs Tor der Schweizerinnen, nur gerade deren 2 auf dasjenige des Gegners. Nur bei den begangenen Fouls (15:6) und gelben Karten (3:0) dominiert das Team von Brigitte Steiner. 12 Minuten trug die Defensivarbeit auch ihre Früchte und das Resultat konnte gehalten werden. Diani erhöhte in der 52. Minute auf 4:1, Karchouni in der 4. Minute der Nachspielzeit gar noch auf 5:1.
Steiner: “Haben uns nicht versteckt”
“Wir sind natürlich enttäuscht”, sagte U-17-Trainerin Steiner nach der Partie. “Wir haben uns zwar nicht versteckt, hatten aber sicher auch nicht unseren besten Tag. Frankreich war letztlich klar besser und hat unsere individuellen Fehler eiskalt bestraft. So ist es auf diesem Niveau.”
Die Schweiz blieb bei diesem Halbfinal gegenüber dem Sitz der UEFA unter den Erwartungen, auch wenn Frankreich als Favorit ins Turnier ging. Am kommenden Freitag um 11.00 Uhr werden die Schweizerinnen dennoch die Chance haben, einen Platz auf dem Treppchen zu ergattern. Im Spiel um Platz 3 werden sie auf die Verliererinnen der Partie Dänemark – Deutschland (heute, 15.00 Uhr) treffen. Das Frauenfussball-Magazin wird am Freitag direkt aus Nyon berichten.
Die Aufstellung der Schweiz:
Nicole Studer, Lena Bruderer, Alessa Castignetti, Barla Deplazes (59. Aline Stöckli), Andrea Frei (53. Francesca Calo), Florijana Ismaili (41. Meriame Terchoun), Carmen Pulver, Sabrina Ribeaud, Nina Stapelfeldt, Pauline Vienne, Audrey Wuichet
nicht eingesetzt: Laura Schneider, Alessandra Abbühl, Anja Thürig








