Veröffentlicht am: Do, 05. April, 2018

Ein Kullerball ins Glück

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Im wegweisenden Spiel der WM-Qualifikation konnte die Schweiz Schottland mit einem knappen 1:0 bezwingen. Das Tor des Abends erzielte Captain Lara Dickenmann.

Die Schweiz war von Beginn an das spielbestimmende Team und liess bei den Gästen aus Schottland nur wenig zu. Vor 2504 Zuschauerinnen und Zuschauern konnte sie dennoch nicht restlos überzeugen. Nur dank einer sicheren Defensive um Rahel Kiwic und Luana Bühler, sowie einer souveränen Lia Wälti im Mittelfeld wurden die drei Punkte gesichert. Zwar wirbelten Ana-Maria Crnogorcevic, welche den 1. FFC Frankfurt vorläufig verlässt und sich den Portland Thorns in den USA anschliesst, auf der rechten Seite, wie auch Alisha Lehmann nach Kräften, dem letzten Pass mangelte es aber an Präzision. So wurden in der ersten Spielhälfte nur wenige zwingende Chancen erarbeitet. Nach 12 Minuten scheiterte Dickenmann noch, und auch Wälti fand keinen Weg durch die gegnerischen Reihen. Doch auch die Schottinnen vermochten nicht zu überzeugen. Ihr Kurzpassspiel war zwar makellos, die langen Bälle verschwanden aber meist im Nirgendwo. Erstmals kam so etwas wie Gefahr vor dem Tor von Gaëlle Thalmann auf, als Rahel Kiwic Cuthbert zu Fall brachte. Der Freistoss von Little landete allerdings in der Mauer. Erst nach 22 Minuten musste sich auch Torhüterin Alexander strecken. Mit einem langen Ball lancierte Dickenmann Ramona Bachmann über links, deren Abschluss nur mit einem schnellen Reflex entschärft werden konnte.
So war es ein wenig spektakuläres, wenn auch präzises Tor, welches die Entscheidung brachte. Nach etwas mehr als einer halben Stunde wurde Dickenmann selbst in der Mitte lanciert, verstolperte sich nach einem Schubser und konnte den Ball flach, leicht kullernd trotzdem im linken unteren Eck platzieren.

Das goldene Tor des Abends von Lara Dickenmann (Bild: Andy Scherrer)

Gleich nach dem Seitenwechsel konnten die Schweizerinnen das Publikum nochmals zum Raunen bringen. Alisha Lehmann spielte sich über rechts frei, traf allerdings nur den Pfosten. Der Rest der Halbzeit lief weitestgehend ereignislos ab. Die Schweiz zog sich in die eigene Hälfte zurück und überliess das Spiel den Schottinnen. Diese schafften es allerdings nicht, das grosszügige Angebot anzunehmen. Zu sicher war die Abwehr des Teams von Martina Voss-Tecklenburg, aber auch diejenige der Schottinnen, die die Konter der Einheimischen immer wieder zunichte machen konnten. Gegen Ende der Partie mehrten sich die Unsicherheiten bei den Schweizerinnen, Torgefahr gab es dennoch keine. So endete eine in der ersten Halbzeit attraktive, in den zweiten 45 Minuten eher träge Partie mit einem verdienten, aber glanzlosen Sieg. Die drei Punkte gegen den vermeintlich stärksten Gegner in der WM-Qualifikation entsprachen aber am Ende den Erwartungen. Für Lara Dickenmann war es dennoch zufriedenstellend. Unter leichten Wadenbeschwerden leidend, sei es das Optimum, was sie herausholen konnte. Fünf Siege aus fünf Spielen, mehr könne man sich nicht wünschen, meinte der Teamcaptain nach dem Spiel.


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