Veröffentlicht am: So, 10. Dezember, 2017

Zürich theoretischer Wintermeister, Basel friert ein

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Noch ist nicht ganz die Hälfte der NLA-Meisterschaft ist gespielt, doch der Winter ist da und deshalb ruht der Ball nun. In der letzten Runde im alten Jahr, überall unter erschwerten Bedingungen ausgetragen, büsste der FC Basel durch eine Niederlage in Luzern drei Punkte auf den Leader Zürich ein. 

FC Luzern – FC Basel 2:0 (1:0)

Der FC Luzern reagierte auf die zwei Niederlagen in den letzen beiden Spielen mit einem etwas unerwarteten Heimsieg gegen Basel. Den Luzernerinnen fehlt seit ein paar Tagen die Teamstütze Rahel Graf, die sich am Innenband verletzt hat. Auf der schwer zu bespielenden Unterlage mobilisierte der FCL aber die letzten Reserven und rang den Gast aus Basel dank Toren von Chantal Wyser und Géraldine Reuteler mit 2:0 nieder. Die Basler Sturmzange Eunice Beckmann und Rachel Rinast, bisher für 18 Saisontore gut, griff für einmal ins Leere. Rinast wird am Sonntagabend noch einmal einen grossen Auftritt haben, wenn auch auf anderem Gebiet: Sie singt an den Schweizer Sport Awards.

Der FC Basel verspielte mit der Niederlage in Luzern im letzten Spiel vor der Winterpause die gute Ausgangslage in der Tabelle. Durch die zweite Saisonniederlage liegen die Baslerinnen nun drei Punkte hinter Zürich, das erst noch ein Spiel weniger ausgetragen hat. YB und Luzern liegen nur noch zwei, respektive drei Punkte hinter dem FC Basel. Dem zweiten Tabellenrang kommt in dieser Saison eine gewisse sportliche Bedeutung zu, weil er zur Teilnahme an der Champions League Qualifikation berechtigt.

Nicole Remund (l.) und Stefanie Liebhart (r.) spielen Fussball im Schnee. (Bild: Dominik Stegemann)

GC – FC Zürich 2:4 (1:3)

Das Zürcher Derby zum Jahresabschluss fand für einmal auf dem Sportplatz Im Heuel in Rümlang statt, weil dort ein neuer Rasenplatz eingeweiht wurde. Allerdings wurde das Spiel des Schneefalls wegen dann doch auf einer weissen Unterlage ausgetragen und erst noch mit Verspätung angepfiffen.

Das schien das Heimteam im Exil anfänglich nicht zu stören. Caroline Müller eröffnete das Skore in der 6. Minute mit dem 1:0 für die Grasshoppers. Mit diesem Treffer, es war ihr dreizehnter, übernahm Müller die Führung des Torschützenklassement. Die Führung im Spiel musste GC aber bald wieder abgegeben. Mit einem Doppelschlag durch Malin Gut und Caroline Abbé nach rund einer halben Stunde wendete der FCZ das Blatt. Fabienne Humm und Abbé bauten die Führung für den Favoriten weiter aus, ehe Bettina Brülhart in der Schlussphase immerhin noch den zweiten Treffer für GC markierte.

Der FCZ setzte sich damit an der Spitze der Tabelle etwas von den Verfolgerinnen aus Basel ab und bleibt in der Meisterschaft bisher ungeschlagen. Kalendarisch sind die Zürcherinnen Wintermeister. Rechnerisch wären sie es nach Runde 14, die aber erst im Februar ausgetragen wird, also schon fast im Frühling. Würde der FCZ sowohl diese Partie und sein Nachtragsspiel verlieren, könnte er bis zu Meisterschaftshälfte noch vom FC Basel überholt werden, weshalb die Zürcherinnen nur theoretischer Wintermeister sind: nach dem Kalender ja, nach dem Modus nein. GC wiederum hat durch die Derby-Niederlage den unmittelbaren Kontakt zum Mittelfeld im Moment verloren und liegt auf Rang sechs, vier Punkte hinter Lugano.

BSC YB – FC Aarau 2:0 (1:0)

„Es war keine Glanzleistung. Aber am 9. Dezember, bei solchen Bedingungen, musst einfach auch mal zufrieden sein, wenn du drei Punkte hast und zu null spielst.“ So fasste YB-Trainerin Marisa Wunderlin den fünften Berner Sieg in Folge zusammen. Tatsächlich waren die Bedingungen sehr eigen: Zuerst schneite es, dann schien die Sonne und danach war es umgekehrt. Der Platz hingegen war in gutem Zustand.

YB tat sich gegen das tief stehende Aarau schwer. Die Bernerinnen dominierten zwar, kamen aber nicht zu besonders vielen Abschlüssen. Das 1:0 von Julia Schassberger fiel in der 19. Minute im Anschluss an einen Eckball. Beim 2:0 in der 71. Minute profitierte die konsequent abschliessende Camille Surdez von einem Fehler in der Aarau Abwehr.

Der Aufsteiger konzentrierte sich aufs Verteidigen. Je einmal pro Halbzeit gelang den Aarauerinnen ein gefährlicher Abschluss, doch beide Male war Nicole Studer auf dem Posten. Damit schliesst der FC Aarau die Vorrunde sieglos mit einem Punkt aus dreizehn Spielen ab. Ganz abschliessen mit dem Fussball wird Sabrina Ribeaud. Die 22-jährige ehemalige Jugeninternationale, die 2013 vom FC Basel zu YB gekommen war, beendet im Winter aus beruflichen Gründen ihre Karriere.

Lugano Femminile – Yverdon Féminin 3:0 (0:0)

Die Tessinerinnen gewannen gegen Yverdon zwar deutlich mit 3:0, waren dafür aber auf einen Hattrick von Cara Curtin angewiesen. Mit Treffern in der 47., der 58. und der 90. Minute verdoppelte die Amerikanerin ihr Torkonto der ganzen bisherigen Saison. Das 3:0 fiel nach einem Lattenkopfball von Serena Capello, die in der ersten Halbzeit bereits eine grosse Chance vergeben hatte. Ähnlich übrigens wie Elizabeta Krsteva. Sie verzeichnete in Hälfte eins einen Pfostenschuss.

Romina Hodel, Marcello Zufferli, Robert Schürch, Verena Aebi-Affolter, Sandra Meier, Glenn Meier, Moni Fussballerin, Melanie Niederberger, Marianne van Weezenbeek, Hector Hernandez, Beat Linder gefällt dieser Artikel

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