Veröffentlicht am: Do, 07. Dezember, 2017

Massenhaft Tore in der NLA

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Kurz vor der Winterpause zeigen sich die Teams der NLA treffsicher. Fielen am letzten Wochenende in vier Partien 19 Tore, waren es heute sogar 22. Die Favoriten siegten, YB klettert auf Rang drei, verspielte aber fast einen sicher geglaubten Sieg.

BSC YB – GC 5:4 (5:0)

Es gab in den letzten Jahren schon einige verrückte Begegnungen zwischen YB und GC und torreich waren die meisten von ihnen. Die Partie von heute Abend reiht sich ohne Probleme in diese Galerie der Aufholjagden und Spielumschwünge ein. Irgendwie haben diese beiden Teams den Narren aneinander gefressen, ohne Drama geht es selten.

Heute passierte Folgendes: YB zog eine fast perfekte erste Halbzeit ein. Den Bernerinnen schien alles zu gelingen. Noemi Gillmann, Marilena Widmer mit einem Weitschuss, der Nadja Furrer durch die Finger glitt, Alisha Lehman und zweimal Florijana Ismaili schossen die Bernerinnen bis zur Pause scheinbar uneinholbar in Front. Die Tore waren alle schön heraus gespielt, besonders das 4:0, ein Volley von Ismaili nach Flanke von Thaïs Hurni. GC hingegen war praktisch inexistent. Nach vorne durch Mirjam Betschart und Caroline Müller zwar mit zwei Chancen, nach hinten vom Tempo der zielstrebigen Bernerinnen aber komplett überfordert, mussten die Zürcherinnen froh sein, nicht noch weitere Tore einzufangen.

In der Pause wechselte die Berner Trainerin Marisa Wunderlin Julia Schassberger und Charlotte Mayland aus und brachte Francesca Calo und Sabrina Ribeaud. Vielleicht ein Fehler, ein falsches Signal, zumal die beiden Neuen nicht überzeugten? Doch wann soll man Ersatzspielerinnen zu Spielpraxis verhelfen, wenn nicht beim Stand von 5:0? Offenbar nicht gegen GC. Der Zürcher Trainer Miodrag Tomanic stellte sein Team in der zweiten Halbzeit viel offensiver auf. Zudem stiegen die Zürcherinnen nun engagiert in die Zweikämpfe und setzten YB damit massiv unter Druck. Und prompt fielen wieder viele Tore. Zwar auf der gleichen Seite, aber nun für das andere Team. In der 55. Minute gab Mirjam Betschart mit dem 5:1 das Signal zur Aufholjagd.

EIn Bild vom ersten Aufeinandertreffen zwischen GC und YB in dieser Saison. Schon damals stellte Caroline Müller (am Ball) YB vor Probleme, so auch heute. (Archivbild: Ronny Frei)

In der 62. Minute traf Caroline Müller die Latte, vier Minuten später ins Tor. Nur eine Minute verging, da half Francesca Calo GC mit einem etwas tollpatschigen Eigentor aus und in der 74. Minute war es wieder Mirjam Betschart, die den Anschluss herstellte. Der Ausgleich lag in der Luft. Doch das letzte Stück Arbeit war für GC das schwierigste und es gelang nicht mehr: Die Aufholjagd blieb unvollendet. Nicht zuletzt weil die Bernerinnen unter dem Zürcher Druck zwar fast in die Knie gingen, dabei aber nicht den Kopf verloren. So stark sie in der ersten Halbzeit gewesen waren, so schwach waren sie in der zweiten, doch panisch waren sie nie. Und deshalb kamen die YB-Frauen mit eindreiviertel blauen Augen davon. Belohnt wurden sie dafür mit dem dritten Rang, dem Spitzenplatz des breiten Mittelfelds.

FC Zürich – FC Luzern 6:0 (4:0)

Noch vor wenigen Wochen thronte der FC Luzern an der Tabellenspitze. Unterdessen steht dort aber wieder einmal der FC Zürich und im heutigen Aufeinandertreffen machte der FCZ auch klar, warum das so ist. Schon zur Pause führte das Heimteam durch Tore von Julia Stierli, Patricia Willi, Martina Moser und Fabienne Humm mit 4:0. Am Ende kam sogar ein halbes Dutzend zusammen. Malin Gut und erneut Patricia Willi trafen in der zweiten Halbzeit. Dadurch hat sich der FCL in erstaunlich kurzer Zeit von der Tabellenspitze entfernt und liegt nur noch auf Rang vier. Allerdings hat er ein Spiel weniger als die Konkurrenz – es ist die Nachtragspartie gegen Zürich, die erst im kommenden Februar ausgetragen wird. Im letzten Spiel vor der Winterpause empfängt Luzern das auf Rang zwei klassierte Basel.

FC Basel – Yverdon Féminin 4:0 (1:0)

Die Baslerinnen bleiben am FC Zürich dran nehmen dem Gast aus dem Waadtland problemlos drei Punkte ab. Eunice Beckmann brachte das Heimteam früh in Führung. Es war dies Beckmanns zwölftes Tor im zwölften Spiel. Zu Beginn der zweiten Halbzeit machten die Baslerinnen durch drei Tore innert sechs Minuten den Sack ganz zu. Rachel Rinast mit ihrem sechsten Saisontor, Nicole Banecki und Fabienne Bangerter stellten den Schlussstand her. Damit hat Basel mit sechs Punkten und zehn zu null Toren aus den letzten beiden Partien auf die kleine Baisse im November reagiert, als der FCB dreimal hintereinander 1:1 unentschieden gespielt hatte.

FC Aarau – Lugano Femminile 1:2 (1:0)

Lange Zeit sah es danach aus, als könne der FC Aarau seinem bisher einzigen Punkt heute weitere folgen lassen. Durch ein Tor von Lara Jenzer nach einer guten halben Stunde führte der Aufsteiger gegen Lugano lange 1:0. Erst ein Eigentor in der 70. Minute brachte den Tessinerinnen den Ausgleich. Doch selbst dieses Unentschieden konnte Aarau nicht über die Zeit retten. In der 87. Minute erzielte Nicoletta Prandi das Siegestor für Lugano, das den Liganeuling also weiterhin Lehrgeld bezahlen lässt.

Jürg Huggler, Beat Steiner, Luka Küste, Sandra Meier, Ruth Imhof, Eileen Aigbe, Sportcom solutions GmbH, Patrick Born, Annamarie Diethelm, Mirjam Strässle, Axl Klausecker, Markus Schärer, Markus Lehmann, Pippo Rino, Gerd Gruendl, fairygoals, Michi Lendi gefällt dieser Artikel

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