Veröffentlicht am: Do, 02. November, 2017

Lugano dreht die Partie, Zürich schliesst auf

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Die achte Runde der NLA-Meisterschaft hielt wenige Überraschungen bereit. Wobei es zunächst ganz anders aussah. Immer mehr zeigt sich, wie ausgeglichen die höchste Spielklasse in dieser Saison ist.

Noch immer warten die Aufsteigerinnen vom FC Aarau auf den ersten Punkt in der Nationalliga A. Ausgerechnet gegen den FC Zürich Frauen sah es zumindest bis zur Halbzeit danach aus, dass dieser endlich Realität würde. Die Aargauerinnen zeigten gegen den Champions League-Teilnehmer wenig Respekt, kassierten zwar nach 20 Minuten durch Patricia Willi einen Gegentreffer, vermochten aber nach knapp einer halben Stunde durch Mara Gloor auszugleichen. Ein Punkt gegen den FCZ war sicherlich nicht budgetiert und Zürich seinerseits erhielt damit seinen Weckruf. Die zweite Spielhälfte zeigte dann das Bild, welches zu erwarten war. Die Gäste dominierten die Partie und erhöhten erneut durch Patricia Willi (50.), Malin Gut (67., 85.) und Cinzia Zehnder auf den standesgemässen 1:5 Endstand. Die FC Zürich Frauen konnten damit in der Tabelle wieder zum FC Basel aufschliessen, da dieser in Bern überraschend Punkte liegen liess.

Die BSC Young Boys empfingen in der Mittwochsrunde den Leader vom Rheinknie und wollten den Aufwärtstrend aus den letzten Partien auch in Punkte umsetzen. Nach einer torlosen ersten Halbzeit konnte sich Alisha Lehmann mit ihrem fünften Saisontreffer erneut in die Torschützinnenliste eintragen lassen. Nach dem klaren Sieg des FC Basel 1893 am letzten Sonntag bei GC in Niederhasli (unser Bericht vom 29.10.2017) zeigte das Team von Sissy Raith nicht mehr die gleiche Qualität. Dennoch konnten man aus Bern wenigstens einen Punkt mit nach Hause nehmen, nachdem Nationalspielerin Rachel Rinast neun Minuten vor Ende der Partie noch zum 1:1 ausgleichen konnte.

Die längste Reise unter der Woche hatte Lugano Femminile zu absolvieren. Die Tessinerinnen hatten bei den Grasshoppers anzutreten und zeigten sich gewohnt engagiert. Allein, das Engagement reichte nicht, um auch die gewünschten Tore zu erzielen. Zu gross waren die Ungenauigkeiten. Dies war allerdings bei den Hoppers nicht anders. Caroline Müller hätte die Zürcherinnen zwar bereits nach 3 Minuten in Führung bringen können, doch segelte ihr Abschlussversuch über die Latte. Ebenso mangelhaft war die Präzision auf der anderen Seite. Viele individuelle Fehler, ein mehrheitlich erfolgloses Spiel durch das Zentrum und ungenaue Pässe in die Tiefe sorgten auf beiden Seiten für wenig Gefahr. Nach dem Seitenwechsel konnte GC die Qualität zwar etwas erhöhen, doch reichte dies nicht aus. Auch der Führungstreffer des Teams von Trainer Tomanic war mehr Glück, denn Verdienst. Nach einem Eckball von Fiona Hubler prallte der Ball von Carolyn Ann Greco ins eigene Tor, die jubelnde Laura Walker war damit nur ungewollte Passgeberin. Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff vermochten die Luganesi auch gleich wieder auszugleichen. Catherine Zimmerman, welche schon am letzten Samstag erfolgreich war, brachte die Gäste wieder ins Spiel. Beide Teams zeigten in den Schlussminuten phasenweise Druck in Richtung des gegnerischen Tores, effizienter war dann aber Cara Curtin in der 91. Minute, welche für den Siegestreffer der Tessinerinnen sorgte. Lugano setzte sich damit in der Tabelle von GC ab und liegt nur noch zwei Punkte hinter dem FC Luzern auf Rang 4.

Géraldine Reuteler (l) vom FC Luzern war die erfolgreichste Spielerin der Runde (Archivbild: Dominik Stegemann / fan-fotos.ch)

Dass der FC Luzern von Lugano ganz eingeholt würde, war nicht zu erwarten. Auf eigenem Terrain gegen Yverdon Féminin waren die Zentralschweizerinnen die klaren Favoritinnen. Mit einem (fast) lupenreinen Hattrick konnte Géraldine Reuteler ihre individuelle Klasse erneut unter Beweis stellen. Ihren persönlichen Torreigen eröffnete sie noch fünf Minuten vor der Pause. Gleich zwei Minuten nach dem Seitenwechsel erhöhte die Nationalspielerin auf 2:0, ehe sie in der 74. Minute auf 3:0 erhöhte. Yverdon konnte zwar 3 Zeigerumdrehungen vor Ende der Partie auf das zwischenzeitliche 3:1 verkürzen, der Treffer von Irina Brütsch in der dritten Minute der Nachspielzeit besiegelte aber das leistungsgerechte 4:1. Luzern um Trainer Glenn Meier liegt nach diesem erneuten Triumph nur noch einen Zähler hinter dem Spitzenduo Basel und Zürich.

Bastien Aebischer, Rahel Graf, Henry Mächler, Beat Linder, Nina Stapelfeldt, Sybille Lehmann, Vivienne Steiner, Emanuela Schürch, Susan A. Schnurrenberger, Beat Steiner, Chantal Wyser, Evelyne Reuteler, Marcel Betschart, Pippo Rino, Petra Fischbacher, fairygoals, Glenn Meier, Yanick Bühler, Marc-André Rauber, Sandra Meier, Leandra Schegg, Patrick Born, Laila Koch, Babsi Fit gefällt dieser Artikel

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