Veröffentlicht am: Di, 12. September, 2017

Streik des Nationalteams Dänemarks

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Es war ein packendes Finale, welches sich die Niederlande und Dänemark an der Europameisterschaft 2017 lieferten. Am kommenden Freitag hätte es im Rahmen eines Freundschaftsspiels zu einer Neuauflage und Revanche kommen sollen. Doch daraus wird nun nichts.

(sda/womensoccer.de) Die CASA-Arena in Horsens wäre am Freitag ausverkauft gewesen, wenn das Team um Pernille Harder sich für die Niederlage gegen Holland im EM-Finale hätte revanchieren wollen. Seit sechs Monaten verhandelte die Spielervereinigung mit dem Verband (DBU) über neue finanzielle Vereinbarungen, was bisher allerdings erfolglos blieb. Die Spielerinnen quittierten dies damit, dass sie am Montag erst gar nicht zum Training erschienen, weshalb der Verband das Spiel nun absagte. Fraglich ist dabei, ob das Team am kommenden Dienstag im ersten Spiel der WM-Qualifikation gegen Ungarn auf dem Platz stehen wird.

Grosser Schaden für den dänischen Frauenfussball

Hintergrund des nun eskalierten Streits waren deutlich höhere Forderungen der Spielerinnen. Der Verband stellte gemäss womensoccer.de eine Erhöhung der Zahlungen um 46% in Aussicht, die Spielerinnen, respektive die Spielervereinigung, forderten eine Erhöhung um 342% und gleichzeitig, dass sie nach amerikanischem Muster während ihres Einsatzes für das Nationalteam Angestellte des Verbandes würden. „Wir können nicht einfach von einem Tag auf den anderen unsere Ausgaben in die Höhe treiben, wenn es kein entsprechendes Einkommen gibt. Deswegen können wir die Forderungen der Spielerinnen nicht erfüllen“, so DBU-Vizepräsident Hallberg. Er fährt fort: „Dies ist eine zutiefst bedauerliche Situation und es tut uns Leid, dass wir viele Fans enttäuschen müssen, die sich wie wir auf eine Fussball-Party gefreut haben. Es ist eine ärgerliche und untragbare Situation, dass wir wegen unterschiedlicher Auffassungen ein ausverkauftes Länderspiel nicht bestreiten können.“ Der Frauenfussball in Dänemark konnte sich dank des erfolgreichen Auftritts an der Europameisterschaft in Holland einer grossen und positiven Aufmerksamkeit erfreuen. Dies scheint nun innert kürzester Zeit ins Gegenteil zu kippen, denn auch erste Sponsoren zeigen bereits Reaktionen auf den Streik. Gefordert sind nun auch die UEFA und die FIFA, denn der Verband muss eine Lösung für den Fall finden, dass das Team nicht antritt. Eine Situation, welche es in dieser Form noch nicht gab.


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