Veröffentlicht am: Sa, 16. September, 2017

Die Schweiz gewinnt souverän

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Die Schweizer Nationalmannschaft ist ohne Schwierigkeiten in die WM-Qualifikation gestartet. In Albanien gewann das Team von Martina Voss-Tecklenburg mit 4:1.

Es war das erste Aufeinandertreffen der beiden Nationalteams überhaupt. Kein Wunder, Albanien stellt erst seit 2011 eine Auswahl auf diesem Niveau. In beiden Equipen finden sich Spielerinnen mit Beziehungen ins andere Land. Florijana Ismaili, in der Pause auf Seite der Schweiz eingewechselt, hat albanische Wurzeln. Umgekehrt spielt die albanische Stürmerin Qendresa Krasniqi bei Yverdon Féminin. Nicht im Aufgebot stand heute die Aargauerin Saranda Hashani, die lange in der NLA aktiv gewesen ist. Auf die aktuelle Saison hin zum BV Cloppenburg in die zweite Bundesliga gewechselt, hat sie sich einen Kreuzbandriss zugezogen und muss pausieren.

Auf Seiten der Schweiz fehlten die bekannten Namen der jüngst zurückgetretenen Spielerinnen. In der Startaufstellung, die sich taktisch in einem 3-5-2 System präsentierte, hatten trotzdem nur zwei Spielerinnen weniger als zehn Einsätze im Nationalteam, nämlich Jana Brunner und Géraldine Reuteler mit je sieben. Ausgedünnt hat sich vor allem die Bank der Schweiz.

Die verbliebenden Schweizerinnen wurden ihrer natürlich trotzdem noch gegebenen Favoritenrolle gerecht und entschieden das Spiel bereits in der ersten Halbzeit: Jana Brunner mit ihrer Torpremiere in der 23. Minute sowie Ramona Bachmann und Ana-Maria Crnogorcevic mit einem Doppelschlag kurz vor der Pause sorgten für eine 3:0-Führung für die Schweiz.

Die zuverlässige Torschützin Ana-Maria Crnogorcevic hat auch gegen Albanien wieder zugeschlagen. (Archivbild: Peter Ganser)

Brunner war mit einem Schuss von der Strafraumgrenze erfolgreich. Im Anschluss an einen Eckball kam der Ball unerwartet zu ihr, als sie sich schon fast auf dem Weg zurück in die Abwehr befand. Brunner reagierte aber rasch und schloss, gegen die eigene Laufrichtung schiessend, ab. Das zweite Tor durch Bachmann fiel praktisch von der selben Stelle aus und schlug auch an der fast gleichen Stelle im albanischen Tor ein, nämlich unmittelbar neben dem linken Pfosten.

Der Treffer von Crnogorcevic fiel mittels Elfmeter. Crnogorcevic, die heute im Mittelfeld auflief, war selbst gefoult worden, nachdem sie über die rechte Seite durchgebrochen war. Zuerst schien es, als erkenne die Schiedsrichterin das Vergehen nicht als regelwidrig an, nach einigem Zögern entschied die Unparteiische dann aber doch auf Strafstoss.

Nach der Pause nahm die Schweiz Tempo und Stammkräfte raus. So kam Julia Stierli zu ihrem ersten Länderspieleinsatz. Wenig nach Stierlis Einwechslung in der 65. Minute führte die Schweiz einen Eckball kurz aus und Lara Dickenmann erhöhte mit einem satten Schuss von der Strafraumgrenze auf 4:0. Dickenmann fungierte übrigens auch als Captain ihres Teams.

Dass die Schweiz die Partie nicht zu null gewann, hat sie sich selbst zuzuschreiben, besonders ihre Torhüterin Gaëlle Thalmann. Nach einem Rückpass spielte Thalmann den Ball unbedrängt in die Füsse der gegnerischen Angreifferinnen. Lavdie Begolli nahm die Einladung an und erzielte mittels eines gekonnten Lobs in der 81. Minute den Ehrentreffer für das ansonsten deutlich unterlegene Albanien.

Ein stärkerer Gegner und eine womöglich bereits wegweisende Partie erwarten die Schweiz am Dienstag in Biel, wo sie auf Polen trifft. Die Polinnen siegten in ihrem ersten Spiel ebenfalls mit 4:1 und zwar gegen Weissrussland.


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Displaying 1 Kommentar
Dein Kommentar
  1. Rolf Neuenschwander sagt:

    Here we go again:
    Wieviele Tomaten auf den Augen muss man eigentlich haben um nicht zu merken, dass Thalmann keine halbwegs vernünftigen Abschläge zustande bringt und dies immer wieder zu Gegentoren führt?

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