Veröffentlicht am: Fr, 25. August, 2017

Zürich mit einem Bein in der Champions League

Eine Newsmeldung präsentiert von:

Wie bereits im letzten Jahr muss sich der FC Zürich Frauen die erneute Qualifikation für die Champions League in einem Qualifikationsturnier erkämpfen. Nach den ersten beiden Partien haben es die Zürcherinnen in den eigenen Füssen, erneut auf dem internationalen Parkett aufzutreten.

Für den FC Zürich Frauen ist es ein bekanntes Szenario, zuerst durch die Qualifikation zu müssen, um sich danach mit den besten Teams aus Europa messen zu können. Und dennoch war in diesem Jahr vieles anders. Nach dem Rückzug des FC Neunkirch, welcher nicht nur auf nationaler, sondern auch auf internationaler Ebene für einige Verwirrung sorgte (unser Bericht vom 07. Juni 2017), war zunächst nicht klar, wer die Schweiz in der Qualifikation zur UEFA Women’s Champions League vertreten würde. Sicherheitshalber wurden daher vom Fussballverband zwei Vereine, der FC Neunkirch als amtierender Meister, und der FC Zürich Frauen als Vize-Meister, angemeldet. Theoretisch wäre der FC Neunkirch auch mit seinem nun einzigen Frauenteam, welches aktuell in der 2. Liga spielt, teilnahmeberechtigt gewesen. Womit der Schweizer Frauenfussball ein Bärendienst erwiesen worden wäre. Am Ende wurde aber doch dem FCZ der Vorzug gewährt und das neu geformte Team, unter Führung des neuen Trainers Luca Fiorina konnte sich seriös auf die Qualifikation vorbereiten. Mit Testspielen gegen den FC Basel (6:1), Bayern München (1:4) und den SC Freiburg (0:2) fand sich ein Team, welches auch für die Meisterschaft das Mass aller Dinge sein dürfte.

In der ersten Partie gegen den slowenischen Meister ŽNK Olimpija Ljubljana und Gastgeber der Qualifikation vor zwei Tagen benötigte Zürich seine Anlaufzeit. Die Gegnerinnen standen kompakt und liessen nur wenige Möglichkeiten zu. Diese konnte dann Ramseier in der 55. Minute erstmals nutzen. Die Euphorie über die erkämpfte Führung währte allerdings nur gerade zwei Minuten, bis Ljubljana den Ausgleich erzielen konnte. Für den Siegestreffer sorgte sechs Minuten vor Schluss erneut Ramseier, womit die ersten drei Punkte im Trockenen waren.

Der heutige Gegner aus Malta war zwar auf der Insel souveräner Leader der Meisterschaft, gegen internationale Konkurrenz reichen die Fähigkeiten aber nicht aus. Bereits im Startspiel gegen Minsk unterlag man mit 0:8. Einem Resultat, das man in umgekehrter Form eher von der heimischen Meisterschaft gewohnt war. Gegen den FCZ versuchten die Malteserinnen des Birkirkara FC wenigstens den Schaden in Grenzen zu halten und ihre defensiven Qualitäten besser auszuspielen. Damit wurde es für den FCZ nicht leichter möglichst viele Tore zu erzielen, welche in der Endabrechnung vielleicht noch von Bedeutung sein könnten. Patricia Willi brachte die Schweizerinnen zwar schon nach 12 Minuten in Führung, doch dauerte es bis kurz vor der Pause, ehe Stierli mit einem Doppelpack den 3:0 Pausenstand klar machen konnte. Auch nach dem Seitenwechsel war es für das Team von Fiorina ein hartes Stück Arbeit, um das Skore in die Höhe zu schrauben. Martina Moser erhöhte nach 73 Minuten auf 4:0 und konnte, dank freundlicher Mithilfe des Gegners in der 89. Minute mittels Elfmeter auf den 5:0 Endstand erhöhen.

Am kommenden Montag um 17:00 Uhr trifft der FC Zürich Frauen auf die Weissrussinnen aus Minsk, den wohl stärksten Gegner der Gruppe. Fiorina kann dabei auf Stammspielerinnen wie Fabienne Humm setzen, welche er am heutigen Tag schonte und erst in der 59. Minute einsetzte. Die zehn Gruppensieger, sowie der Gruppenzweite mit der besten Bilanz gegen den Gruppenersten und Gruppendritten werden gemeinsam mit den 21 Teams, die Freilose in die Runde der letzten 32 erhalten haben, ins Sechzehntelfinale einziehen. Ein Ziel, welches für den FC Zürich Frauen zu erreichen sein müsste.

Andrea Schneider, Sandra Pribilova, Marianne van Weezenbeek, Andrea Lamprecht, Christine Von Felten, Susan A. Schnurrenberger, Petra Fischbacher, Tanja Steiner, Michèle Estermann, Peter Trutmann, Uwe Serre, WomensCup, Fabienne Schwarz, Gisela Widmer-Dörig, Deborah Näpfli, Audrey Š. Corminboeuf, Petra Schai, Jens-Uwe Ludwig, Beat Linder, Vanessa Pittet, Iwan Schnüriger, Beat Steiner, Anna Katharina Hess, Patrick Born gefällt dieser Artikel

Holen Sie sich die App des Frauenfussball-Magazins und bleiben Sie immer bestens informiert:

Dein Kommentar

XHTML: Du kannst diese html tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Log in here!