Veröffentlicht am: Mi, 12. Juli, 2017

Calligaris wechselt zu Atlético Madrid

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Die Schweizer Nationalspielerin Viola Calligaris verlässt die YB-Frauen und wechselt zum spanischen Meister Atlético Madrid.

Vor wenigen Tagen kündigte die Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenbeurg an, man werde bald von einem Auslandtransfer einer Schweizerin hören. Von wem sie sprach, durfte sie damals noch nicht sagen, doch es war ein offenes Geheimnis, wen sie meinen könnte. Viola Calligaris hatte in Spanien Probetrainings absolviert, nur waren die Verträge noch nicht unterschrieben. Nun melden die beteiligten Vereine, die YB-Frauen und Atéltico Madrid, den Vollzug: Viola Calligaris wechselt zum spanischen Meister.

Die 21-jährige Berufsmaturandin wechselte 2013 vom SC Kriens zu den YB-Frauen. Dort wurde die zentrale Mittelfeldspielerin zur Nationalspielerin mit bisher sechs Einsätzen und einem Ticket zur Europameisterschaft in der Tasche. Calligaris hatte aus ihren Ambitionen nie einen Hehl gemacht. Es sei ihr Ziel, mit dem Fussball ihren Lebensunterhalt zu, sagte sie bereits vor anderthalb Jahren, als sie gerade ihren ersten Einsatz im Nationalteam hinter sich hatte.

Viola Calligaris (r.), hier mit YB in einem Testpiel gegen Nordkorea, führt ihre Zweikämpe in Zukunft für Atlético Madrid. (Bbild: Tom Blum)

Atlético Madrid ist das aufstrebende Team im ohnehin aufstrebenden spanischen Frauenfussball. Nach Anfängen in den 1980er Jahren wurde der Klub 2001 neugegründet und ist erst seit 2005 offiziell Teil des Gesamtvereins Atlético Madrid. 2016 gewann das Team mit der Copa de la Reina die erste Trophäe. 2017 holte Atlético sogar die spanische Meisterschaft und zwar ohne ein einziges Spiel zu verlieren. Acht Spielerinnen des spanischen EM-Kaders sind bei Atlético engagiert.

Dass dieses Team Qualität habe, sei offensichtlich, sagt Calligaris anlässlich ihres Transfers: „Wenn wir in der kommenden Saison jede Partie wie ein Finalspiel bestreiten, ist es vielleicht sogar möglich, in Europa für eine Sensation zu sorgen.“ Einmal nahm Atlético bisher an der Champions League teil. In der Saison 2015/16 erreichten die Spanierinnen das Achtelfinale, wo sie an Lyon scheiterten.

Calligaris, gebürtige Obwaldnerin und Absolventin der Ausbildungsakademie des SFV, verspricht ihren neuen Mannschaftskameradinnen Einsatz und Leidenschaft. Sie freue sich sehr über diese neue Etappe in ihrer Karriere: „Ich bin stolz, die Farben eines solchen Klubs vertreten zu dürfen.“ Ihr alter Klub, die YB-Frauen, haben nichts von dem Transfer. Weil die Statuten des Weltverbandes den Frauenfussball noch immer als Amateursport definieren, ist es Schweizer Vereinen nicht möglich, Ablösesummen zu verlangen.

 

Vinh Nägeli Päukerli, Sandra Bruderer, Beat Steiner, Marc Ribolla, Sandra Pribilova, Marco Furrer, Monica Luraschi, Brigitte Schmid, Eliane Schneider, Romana Becks Trajkovska, Mauro Nosetti, Nicole Heer, Michelle Heule, Angela Stocker, Ruth Imhof, Mirjam Strässle, André Calligaris, Audrey Š. Corminboeuf, Alisha Baumgartner, Joelle Schläfli, Babsi Fit, Nadine Böni, Céline Frei-Shaqiri Plée, Laila Koch, Julie S. Stinson, weinonline.ch, Nick Danny Sanchez, Bastien Aebischer, Marina Jakob, Carlos Enrique Girnt, Fabienne Schwarz gefällt dieser Artikel

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