Ostschweizer Vereine bündeln die Kräfte

Seit dem Abstieg des FC Staad und dem Rückzug des FC Neunkirch verfügt die gesamte Ostschweiz über kein Team mehr in der höchsten Liga. Damit sich dies mittelfristig ändert, wurde eine pragmatische Lösung gefunden.

Viele Jahre war es selbstverständlich, dass ein Team aus der Ostschweiz in der Nationalliga A präsent ist. Zunächst war dies Bad Ragaz, dann Ruggell-Liechtenstein, anschliessend der FC St. Gallen und der FC Staad. Die beiden Letztgenannten etablierten sich als Traditionsvereine und gewährleisteten auch die zugehörige Ausbildung von Nachwuchstalenten wie beispielsweise Jana Brunner, die als Mitglied des Nationalteams nun beim FC Basel unter Vertrag steht. Bereits vor einem Jahr vermochte St. Gallen den Ligaerhalt nicht zu realisieren und drohte in der soeben abgelaufenen Saison bis kurz vor Schluss gar in die 1. Liga abzurutschen. Nur dank eines Kraftaktes in den letzten Spielen konnte das Schlimmste verhindert werden. Der angestrebte Wiederaufstieg war aber nie wirklich in Griffweite. Der FC Staad seinerseits musste in diesem Jahr gemeinsam mit dem SC Derendingen Solothurn den Weg in die Nationalliga B antreten. Dies nicht zuletzt auch aufgrund der Reduktion der NLA auf 8 Teams.

Aus zwei mach eins: Die beiden Vereine werden in Zukunft gemeinsam auftreten (Montage: Frauenfussball-Magazin)

Was schon seit längerer Zeit von Beobachtern vorgeschlagen wurde, wird nun Realität. Die Verantwortlichen der beiden Vereine teilten in einer gemeinsamen Meldung mit, dass man sich im Hinblick auf die kommende Saison zusammenschliessen, und gemeinsam ein Team in der Nationalliga B stellen werde. Dieser Zusammenschluss, welchem im Nachwuchs bereits eine gewisse Kooperation voran ging, betrifft auch die Teams der U19, U17 und U15, welche in Zukunft alle unter dem Namen FC St. Gallen-Staad antreten werden.

Ziel sei es, “dass in der nur mehr acht Clubs umfassenden Nationalliga A kurz- bis mittelfristig wieder ein Top-Team aus der Ostschweiz spielt”, wie der Meldung weiter zu entnehmen ist. Diese Vision zu realisieren sei nur möglich, wenn die besten Spielerinnen und Talente der Region vereint seien, zusammen trainierten und gemeinsam den Aufstieg anpeilten. Schon am 10. Juli wird das erste gemeinsame Training aufgenommen, wenn auch die Frage des Trainerstabes bislang noch ungeklärt ist.

Monika Oberdorfer, Lena Bruderer, Carone Gianluca, Bettina Peter, Hans-Peter Friedli, Daniel Metzger, Larissa Petriella, Claudio Walliser, Eddy Haller, Laila Koch, Michi Lendi, Christian Wenger, Alexandra Müller, Stephanie Brecht, Indira Djegoja, Nadine Böni, Beat Steiner, Jolanda Zora Siegrist, Claudia Stilz, Axl Klausecker, Mathias Speiser, Beatrice Chevalley, Celine Leusch, Babsi Fit gefällt dieser Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.