Veröffentlicht am: So, 14. Mai 2017

Markus Schärer verlässt den FCZ

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Nach der Trennung von Cheftrainer Dorjee Tsawa verlässt per Ende Saison ein weiterer Architekt der Erfolge der letzten Jahre den NLA-Spitzenverein. Mit Markus Schärer geht der Teammanager des FC Zürich Frauen, der faktisch auch Sportchef war. Das Frauenfussball-Magazin hat sich mit ihm unterhalten.

Es war kein Entscheid des Vorstands um Präsidentin Tatjana Haenni, sondern derjenige von Markus Schärer selbst. Auf eigenen Wunsch verlässt er den Vorzeigeverein, den er in den letzten Jahren wesentlich mitgeprägt hat. Noch will er aber sein ganzes Engagement in die nächsten drei Wochen investieren. Immerhin hat es der FCZ in den eigenen Händen, erneut das Double mit Cup und Meisterschaft zu gewinnen. Seit 2013 ist er für die Zürcherinnen tätig, war zunächst für die Koordination im Nachwuchs zuständig und wurde später auch Mitglied des Vorstandes. In den letzten Jahren gingen seine Funktionen über diejenigen eines Teammanagers hinaus. In manch anderem Verein wäre er der klassische Sportchef gewesen.

Markus Schärer war während vier Jahren eine der prägenden Figuren des FCZ (Bild: Peter Ganser)

Es war ein Abschied auf Raten. Ende Saison 2015/2016 schied Schärer aus dem Vorstand aus und war anschliessend nur noch als Funktionär Teil des FCZ-Organigramms. Dennoch ist bei ihm keine Verbitterung zu verspüren. Mit der neuen Konstellation allerdings, in der Luca Fiorina nicht nur Cheftrainer, sondern gleichzeitig auch Technischer Leiter wird (unser Bericht vom 3. Mai 2017), ist seine Position in der heutigen Form obsolet. Schärer sei der Entscheid dennoch schwer gefallen, denn in erster Linie gehe es ihm um die Spielerinnen, die seinen grössten Respekt geniessen, deren Leistungen in der Öffentlichkeit viel zu wenig Anerkennung erhalten würden. Dennoch sei es bereits jetzt Zeit für diese Entscheidung gewesen: “Ich wollte frühzeitig informieren, damit die kommende Saison sauber vorbereitet werden kann. Es macht keinen Sinn, dass ich noch bis im Juni warte und erst dann meinen Rücktritt kommuniziere.”

Schärer konnte in seinen vier Jahren eine grosse Anzahl an Höhepunkten miterleben. Anders, als man es vielleicht erwarten würde, waren aber nicht Partien der Champions League jene, welche für ihn die Highlights waren, sondern beispielsweise der Cupfinal in Rapperswil gegen den FC Basel. International seien aber die Qualifikationen unvergesslich. “Man war eine Woche zusammen, konnte etwas erreichen, sich mit anderen Nationen austauschen und deren Gastfreundschaft geniessen. Dies war unbeschreiblich”, so Schärer. Es gab aber auch ein ganz bitteres Erlebnis. Die Niederlage in Glasgow in der Champions League war wohl ein Tiefpunkt meiner Zeit beim FCZ (unser Bericht vom 12. November 2014).Doch wieder richtet sich sein Fokus auf die noch laufende Spielzeit: “Das nächste Highlight steht ja noch bevor. Am 27. Mai stehen wir im Cupfinal, und spätestens am 3. Juni sind wir hoffentlich erneut Meister”, zeigt er sich optimistisch. Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung ist er aktuell nicht. Wobei es bei ihm wohl auch nicht auszuschliessen ist, dass er eine solche Annehmen würde, wenn er damit etwas nachhaltiges aufbauen könnte.

Sandra Meier, Chris Vandoni, Pippo Rino, Michi Lendi gefällt dieser Artikel

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