Veröffentlicht am: Do, 27. April, 2017

Licht am Ende des Tunnels in Luzern

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Noch vor wenigen Wochen musste befürchtet werden, dass der Spitzensport in Luzern am Ende ist. Der gesamte Vorstand trat zurück, ab Ende Saison drohte ein Vakuum. Nun scheint sich eine Lösung abzuzeichnen.

Als der Vorstand des FC Luzern Frauen mitteilte, dass er per Ende Saison geschlossen zurücktreten werde, schaute die Frauenfussballschweiz geschockt in die Zentralschweiz (unser Bericht vom 31. März 2017). Nun, knapp vier Wochen danach, wurde die Basis dafür gelegt, dass es zumindest vorläufig weiter geht. Die bisherige Führungsequipe versuchte erfolglos, Nachfolger für die anspruchsvolle Aufgabe zu finden. Einem Team rund um den Präsidenten des Innerschweizer Fussballverbandes (IFV), Urs Dickerhof, und dem Geschäftsführer der IG Sport Luzern, René Baumann, ist es nun gelungen, die Existenz des Spitzenfussballs mittelfristig zu sichern.

Es konnte ein neuer Vorstand aus dem Umfeld der vier Teams (Nationalliga A, U19, U17 und U15), bestehend aus sieben Personen, gebildet werden. Wie in der Vergangenheit bleibt der Spitzensport Teil der Breitensportabteilung des Dachvereins. Die Integration in die FC Luzern Innerschweiz AG ist auch in dieser Konstellation vom Tisch. Marcel Kälin, CEO der AG, “begrüsst es, dass sich offensichtlich dank Mithilfe von IFV-Präsident Urs Dickerhof, sowie der IG Sport Luzern im Frauen-Spitzenfussball ein neuer Vorstand etabliert hat”, wie er gegenüber dem Frauenfussball-Magazin erklärt hat. Zentral war insbesondere die Zukunft der jungen Spielerinnen, welche über eine Talent Card von Swiss Olympic verfügen. Es sei aus Zeitgründen, also der Anmeldefrist bei Swiss Olympic, wichtig, dass die 27 Schülerinnen eine Zukunft in der Innerschweiz haben, so Urs Dickerhof.

René Baumann teilte mit, dass es nach intensiven Gesprächen gelungen sei, den neuen Vorstand zu bilden. Ziel sei es, den Frauen-Spitzenfussball in Luzern nach den Unruhen der letzten Wochen zu stabilisieren und wieder in ruhigere Gewässer zurück zu führen. Zumindest für die nächste Saison 2017/2018 sollen die vier Teams bei der Breitensportabteilung des FCL belassen werden. Es liege nun am neuen Vorstand, welcher namentlich noch nicht genannt wurde, die weitere Zukunft zu planen und diese zu sichern. Begleitet werde dies auch von Persönlichkeiten des IFV und des Schweizerischen Fussballverbandes.

Damit ist ein Verein der höchsten Spielklasse zumindest vorläufig gerettet. Noch unklar ist die Zukunft des FC Neunkirch. Diese beiden Fälle zeigen auf, auf welch wackligen Füssen der Spitzenfussball in der Schweiz noch steht. Es bleibt zu hoffen, dass die Vereine, gemeinsam mit dem Fussballverband Mittel und Wege finden, um solche Situationen in Zukunft zu vermeiden.

André Stein, Bruno Stadelmann, fairygoals, Martin Bachmann, Deborah Näpfli, Monika Graf-Bernet, Claudia Donatsch-Kreis, Andrea Schuler, Robi Zubler, Tanja Blättler, Daniela Schwarz, Pirmin Schmidiger, Naedu Smidigère, Marijana Izzo-Brezovski, Henry Mächler, Sandra Meier, Jürg Huggler, Barbara Reber, Susi Studer, Lukas Mürner, Celine Leusch, Regula Odermatt, Chantal Wyser, Barbara Buntschu, Giacomo Brichetto, Michelle Heule, Bart Van Weezenbeek, Emanuela Schürch, Martina Stirnimann, Martina Baumann, Priska Schegg-Schwyzer, Ruth Imhof, Tiago Ferreira, Leandra Schegg, Gabi Rust, Martina Kobi, Alicia Burla, Daniela Bucher, Pantic Goran, Luzia Odermatt, Sarah Bürgi, Nick Danny Sanchez, Francesca Calò, Dominik Stegemann, Deborah Miriam Köchli, Beat Linder, Anja Brühlmann, Heike Janetzky, Hans Burri, Verena Aebi-Affolter, Ana Rita Da Silva gefällt dieser Artikel

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