Veröffentlicht am: Do, 23. Mrz 2017

Machtdemonstration des FCZ, Neunkirch lässt Punkte am Bodensee

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Für einige Teams sind es englische Wochen. Nach dem Cup am Wochenende stand am Mittwoch bereits eine weitere Runde in der Meisterschaft auf dem Programm. Während die meisten Vereine einigermassen in der Nähe spielen konnten, musste der FC Luzern nach Lugano fahren.

Als die Grasshoppers im letzten Herbst auf dem eigenen Campus dem FC Zürich Frauen ein Unentschieden abtrotzen konnten, war dies eine kleine Überraschung. Zu jenem Zeitpunkt waren die Zürcherinnen die haushohen Favoritinnen und GC konnte über sich hinaus wachsen. Lange sah es danach aus, als würde dem Team von Evelyn Zimmermann dieses Kunststück auch beim Rückspiel auf dem Heerenschürli wieder gelingen. Bereits nach 15 Minuten gingen die Gäste durch Caroline Müller mit 1:0 in Führung, doch nur gerade drei Minuten später vermochte Selina Kuster auf Zuspiel von Fabienne Humm auszugleichen. Captain Humm sollte am Ende zu Frau des Spiels werden. Doch zunächst vermochte GC das Unentschieden zu halten. Erst sieben Minuten vor der Pause musste sich Torhüterin Nadja Furrer erneut geschlagen geben und der Bann schien gebrochen. In der 41 Minute erhöhte Sanni Franssi auf 3:1 und GC geriet in eine Defensive, von der man sich nicht mehr lösen konnte. Der grosse Torreigen, und damit die Demütigung für die Hoppers, folgte aber in der zweiten Halbzeit. Zwar konnten die Grasshoppers nach dem Tor von Lesley Ramseier (51. Minute) zwischenzeitlich dank eines verwandelten Elfmeters von Carina Roscic (52.) nochmals verkürzen, doch in der letzen halben Stunde spielte nur noch der FCZ. Mit den Toren von Humm (68., 90., 90.) und Deplazes (83.) stand es am Ende gleich 10:2 für den FCZ. Captain Humm konnte sich damit gleich drei Tore und zwei Assists gutschreiben lassen.

Als wären 10 Gegentore nicht schon genug gewesen. Wegen dieses Fouls kassierte Nadja Furrer in der 75. Minute die rote Karte (Bild: Peter Ganser)

So wird es an der Spitze immer spannender. Der FC Zürich Frauen konnte bis auf zwei Punkte zu Neunkirch aufschliessen. Die Schaffhauserinnen konnten nach der Niederlage in Bern auch in Staad nicht zu alter Stärke zurückfinden. Die Seemädchen, welche sich weiterhin im Kampf gegen die Teilnahme an der Barrage befinden, mobilisierten alle Kräfte und hätten beinahe die vermeintlich übermächtigen Gegnerinnen bezwingen könnten. Nachdem lange das 0:0 gehalten werden konnte, brachte Claudia Stilz ihr Team nach gut einer Stunde in Führung. In der 75. Minute folgte allerdings der Ausgleich durch Amelia Pietrangelo und es hätte nicht viel gefehlt, und Neunkirch hätte sich über einen glücklichen Sieg freuen können. Drei Minuten vor Ende der Partie vergab die sonst so treffsichere Alyssa Lagonia die Möglichkeit zum 2:1, doch konnte sie den Elfmeter nicht verwandeln. So bleibt Neunkirch zwar an der Spitze der Tabelle, allerdings dicht bedrängt vom FCZ. Staad seinerseits hätte mit einem Sieg die Grasshoppers überholen können, bleiben nun aber einen Punkt hinter den Zürcherinnen auf dem 8. Platz.

Der FC Luzern benötigte dringend Punkte, um sich ausreichend vom Strich zu distanzieren. Mit einer Reise unter der Wochen ins Tessin war dies kein leichtes Unterfangen. Der FF Lugano, bekannt als heimstarkes Team, liegt nur einen Platz vor den Zentralschweizerinnen und möchte nicht Gefahr laufen, am Ende doch noch mit den Abstiegsplätzen in Berührung zu kommen. Die Luganesi brauchten aber über 50 Minuten, ehe sie durch Cara Curtin gegen stark verteidigende Luzernerinnen endlich in Führung gehen konnten. Und als es so aussah, als würde Luzern punktelos durch den Gotthard reisen müssen, konnte Géraldine Reuteler in der 6. Minute der Nachspielzeit doch noch den Ausgleich erzielen. Da weder die Grasshoppers, noch Staad gewinnen konnten, ist dieser Punkt wie ein gefühlter Sieg, denn das Polster auf die Hoppers beträgt nun fünf Punkte.

Die BSC Young Boys empfingen am späten Mittwoch Abend mit Yverdon Féminin einen Gegner, der wieder zum Siegen gefunden hat. Mit dem Einzug in den Halbfinal des Schweizer Cups konnten die Westschweizerinnen endlich wieder etwas Moral tanken und sich bereits auf die Barrage vorbereiten. Denn mit einem Rückstand von 10 Punkten auf den FC Luzern ist eine Teilnahme in der Finalrunde für Yverdon auch in diesem Jahr kein Thema mehr. Immerhin konnte YB, das sich unter der neuen Trainerin Marisa Wunderlin als bestes Team des Mittelfeldes etablieren konnte, die positive Torbilanz aufrecht erhalten. Das Torlose Unentschieden brachte für beide Teams zwar einen Punkt, doch konnten die Bernerinnen die Luganesi in der Tabelle nicht distanzieren.

Die Frauen des SC Derendingen Solothurn kündigten bereits im Vorfeld an, dass der “grosse FC Basel” auf die Heidenegg komme. Dieser Respekt vor dem FCB schien auch bei den Spielerinnen tief zu sitzen. Insbesondere in der ersten Halbzeit konnten sie den Gästen vom Rheinknie nichts entgegen setzen. Nach 11 Minuten brachte Ria Percival ihr Team bereits in Führung. Mit dem Treffer von Kristina Sundov (14.) und dem Doppelpack von Eunice Beckmann (32./33.) war die Partie schon vor der Pause besiegelt. Damit rückt das Spitzentrio noch mehr zusammen. Zwischen Leader Neunkirch und dem FCB liegen nun nur noch vier Punkte, Basel seinerseits verfügt bereits über einen Vorsprung von neun Punkten auf die Young Boys.

Noch sind vier Runden zu spielen, ehe es im Mai in die Final-, respektive Abstiegsrunde geht.

 

Deborah Näpfli, Stephanie Ramseier, Laila Koch, Axl Klausecker, Carone Gianluca, Daniela Schwarz, René Humm, Beat Steiner, René Martin, fairygoals, Pippo Rino, Michi Lendi gefällt dieser Artikel

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