Veröffentlicht am: Do, 30. Mrz 2017

Champions League ohne Schweizerinnen

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In den Viertelfinals der Champions League sind alle Schweizerinnen mit ihren Vereinen ausgeschieden. Das hat es lange nicht gegeben.

In den Reihen von Bayern München und dem VfL Wolfsburg standen insgesamt fünf Schweizerinnen auf den Kaderlisten der Champions League Viertelfinals. Alle haben sie sich nicht für die Vorschlussrunde qualifiziert. Dort treffen Paris Saint-Germain und Barcelona sowie Olympique Lyonnais und Manchester City aufeinander.

Bayern München hatte das Hinspiel gegen Paris Saint-Germain 1:0 gewonnen, etwas entgegen dem Spielverlauf zwar, aber nicht zuletzt dank einer starken Caroline Abbé in der Verteidigung. Das Rücksiel in Paris geriet Bayern dann aber gar nicht mehr nach Wunsch. Schon nach einer Viertelstunde lagen die Deutschen 0:2 zurück, am Ende verloren sie 0:4 gegen den hochgehandelten PSG.

Wolfsburg, mit Lara Dickenmann auf dem Feld und Vanessa Bernauer und Noëlle Maritz in der Reserve, konnte den Rückstand aus einer 0:2 Heimniederlage trotz einer guten Leistung nicht mehr wettmachen, obwohl der VfL in Lyon 1:0 gewann. Caroline Hansen schoss das einzige Tor der Partie mittels eines späten Elfmeters.

Keine weitere Finalteilnahme für Lara Dickenmann . (Archivbild: Seraina Degen)

Damit steht erstmals seit 2009 keine Schweizerin im Finale des wichtigsten europäischen Klubwettbewerbs, der bis ins besagte Jahr UEFA Women’s Cup hiess. Weil es die Champions League der Frauen erst seit der Saison 2009/10 gibt, läuft eigentlich zum ersten Mal überhaupt keine Schweizerin im Endspiel der Champions League auf. 2014 kam Noëlle Maritz zwar nicht zum Einsatz, sass aber immerhin auf der Wolfsburger Bank. Die Spielerin mit den meisten Finaleinsätzen ist Lara Dickenmann, sie kam fünf Mal zum Einsatz.

Nach dem Ausscheiden seines Vereins äusserte der Wolfsburger Trainer Ralf Kellermann Zweifel, ob die Bundesligavereine, bei denen die Schweizerinnen grossmehrheitlich engagiert sind, international weiterhin konkurrenzfähig sein werden. Auch der Bayern-Trainer Thomas Wörle liess Ähnlcihes verlauten. Vereine in Frankreich und England aber auch solche aus Spanien würden mittlerweile mehr Geld in ihre Frauenteams investieren, als deutsche.

Allerdings gilt gerade der VfL Wolfsburg im Vergleich zur nationalen Konkurrenz als nicht gerade bettelarmer Verein und auch international reichte es 2013 und 14 immerhin noch für zwei Champions League-Titel en suite. Kellermanns Aussage ist wohl weniger Kritik an den Gegnerinnen, als vielmehr Aufforderung an die Vereinsverantwortlichen in Deutschland, mehr zu tun. Schliesslich sind die Klagen, es werde finanziell zu wenig in den Frauenfussball investiert, fast so alt, wie der Sport selbst.

Die aufgewendeten Mittel stehen bei den französischen Klubs zudem in einem anderen Verhältnis zur öffentlichen Aufmerksamkeit als bei den deutschen. Sowohl das Spiel zwischen Paris und München im Prinzenpark, als auch dasjenige im Stade de Lyons wurden von rund 14’000 Zuschauerinnen und Zuschauern besucht. Für den VfL Wolfsburg bedeuteten die 3705 Besucherinnen und Besuchter im Hinspiel hingegen schon Vereinsrekord.

Pippo Rino, Hubert Schill, Deborah Näpfli, Mirjam Strässle, Carone Gianluca, Heidy Kuppelwieser gefällt dieser Artikel

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