Veröffentlicht am: Sa, 25. Februar, 2017

Remis im Spitzenkampf, Zürich siegt wieder

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Vor der Nationalmannschaftspause trafen sich Neunkirch und Basel zum Spitzenkampf der NLA. Ein Sieg Neunkirchs hätte die Meisterschaft womöglich vorentschieden, doch der FCB lässt sich noch nicht abschütteln und holt sich einen Punkt. Und dahinter pirscht sich der FC Zürich heran.

FC Neunkirch – FC Basel 0:0

(po) Die Punkteteilung im Spitzenkampf entsprach der gezeigten Leistung beider Kontrahenten. Sowohl der Leader Neunkirch als auch der Verfolger Basel hatten Möglichkeiten, den Sieg einzufahren. Die erste Chance erarbeitete sich der Verfolger vom Rheinknie: Eunice Beckmann scheiterte an FCN-Torhüterin Maria Korenciova, die richtig stand und gut reagierte. Nach zehn Minuten tauchten die Gastgeberinnen erstmals gefährlich im Basler Strafraum auf. Valentina Bergamaschi zog von rechts her in den Sechzehner und wurde gefoult: Penalty. Aber Lucia Harsanyova sah ihren Versuch von Stenia Michel pariert. Der Match war jetzt lanciert, mit Vorteilen für Neunkirch. In der hektisch geführten Partie gab es viele kleine Fouls und Unterbrüche. Beide Widersacher rieben sich im Mittelfeld auf und neutralisierten sich so gegenseitig. Die Intensität war hoch, doch die grossen Möglichkeiten fehlten nun.

Die zweite Halbzeit hielt anschliessend nicht, was die animierte erste versprochen hatte. Viel Stückwerk, zuweilen brotlose Kunst. Die bis dato grösste Chance bot sich der Baselerin Jessica King in der 66. Minute. Sie hatte das offene Tor vor sich –und vergab fast fahrlässig. Ihr Versuch wurde von Neunkirchs Kayla Chambers auf der Linie entschärft. Zehn Zeigerumdrehungen vor Schluss rückte erneut King in den Mittelpunkt. Wieder scheiterte sie – dieses Mal an FCN-Keeperin Maria Korenciova. Im Gegenzug lenkte Stenia Michel einen Schuss von Amelia Pietrangelo ins Aus. Die Nervosität war nun spürbar, doch die hektische Schlussphase blieb torlos. Neunkirch kann mit diesem Ergebnis eher leben als Basel, denn tabellarisch gesehen bleibt es während der Länderspielpause beim Status quo, d.h. bei sechs Punkten Vorsprung für die Klettgauerinnen. Diese gaben zwar heute erstmals überhaupt Punkte ab, blieben aber ungeschlagen. Seit dem 28. September haben sie zudem kein Gegentor mehr hinnehmen müssen.

 
FC Yverdon Féminin – FC Zürich 0:8 (0:4)

Einen grossen Auftritt legte Sanni Franssi beim Gastspiel des FC Zürich in Yverdon hin. Fünf Tore schoss die finnische Nationalspielerin am Neuenburgersee. Vier, und damit mehr als einen perfekten Hattrick, allein in der zweiten Halbzeit. Gleich zu Beginn der Partie hatte Naomi Mégroz den FCZ mit einem direkt verwandelten Eckball in Führung gebracht, Fabienne Humm, noch einmal Mégroz und eben Franssi machten die Sache für die frisch aufspielenden Gäste schon bis zur Pause klar. Der FCZ hat seine drei Spiele nach der Winterpause damit alle gewonnen und dabei ebenfalls kein Tor kassiert.

Sanni Franssi (l.): Schützin von fünf Toren in Yverdon. (Bild: Peter Ganser)

YB – FF Lugano 1:1 (0:1)

Beinahe wäre es Lugano gelungen, sich bei YB für die empfindliche Heimniederlage der Vorrunde zu revanchieren. Weil die Tessinerinnen aber nach einer Verletzung und ausgeschöpften Wechselkontingent die Partie zu zehnt beenden mussten, weil in dieser Partie nach der besagten Verletzung lange nachgespielt wurde, weil die Kräfte eigentlich schon lange nicht mehr reichten und weil Melanie Müller in der 97. Minute einen schönen Diagonalpass auf Florijana Ismaili schlug und diese dann kühl vollstreckte, gelang es nicht. 1:1 hiess es am Ende einer Begegnung, in der Lugano mit aufreibendem Pressing und Willen zum Zweikampf viel dafür getan hatte, YB nicht ins Spiel kommen zu lassen. Und die Bernerinnen wenige Mittel fanden, sich dagegen zu wehren. YB war früh und unnötig in Rückstand geraten. In der zehnten Minute hatte Cara Curtin Jennifer Oehrli mit einem Tackling den Ball vom Fuss genommen und eingeschoben. Danach kam YB zwar zu mehr Chancen als Lugano, aber doch nicht zu übertrieben vielen. Ausserdem wurden sie alle vergeben. Bis auf die letzte.

FC Luzern – GC 6:1 (2:1)

Nach dem GC letzte Woche mit einem 7:2 gegen Yverdon stark in die zweite Saisonhälfte gestartet war, setzte es heute einen Dämpfer ab. 1:6 gingen die Zürcherinnen beim FC Luzern unter. Géraldine Reuteler brachte das Heimteam bereits in der 8. Minute in Führung. Der Ausgleich durch die 17-jährige Noa Schärz bedeutete für GC nur eine temporäre Besserung der Lage, denn noch vor der Pause traf die Juniorennationalspielerin Chantal Wyser zur erneuten Luzerner Führung. In der Zweiten Halbzeit erhöhten Melina Scodeller und Leandra Schegg auf 4:1, bevor Géraldine Reuteler in der Schlussphase erneut zweimal traf. Damit liegt GC nun sieben Punkte hinter dem rettenden sechsten Platz zurück. Luzern schob sich an den punktgleichen YB und Lugano vorbei auf Rang vier.

Géraldine Reuteler auf dem Weg zum ersten ihrer drei Tore. (Bild: Dominik Stegmann / fan-fotos.ch)

FC Staad – SC Derendingen 1:0 (1:0)

Durch ein frühes Tor durch Claudia Stilz holte sich Staad gegen das Schlusslicht Derendingen den vierten Sieg der Saison. Die Ostschweizerinnen stehen damit auf Rang sieben und haben sechs Punkte Rückstand auf das über dem Strich klassierte Lugano. Und genau dorthin führt sie die Reise zum nächsten, wegweisenden Auswärtsspiel nach der Nationalmannschaftspause. Wiederaufgenommen wird die Meisterschaft am 12. März.

Donjeta Muji, Beat Steiner, Verena Aebi-Affolter, Romina Hodel, Ivana Kobler, Mirjam Strässle, Alexandra Müller, Carone Gianluca, Sarah Giezendanner-Eugster, Babsi Fit, Anna Katharina Hess gefällt dieser Artikel

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