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90 Minuten Dauerdruck – Zürich gegen Lyon erneut ohne Chance

Die FC Zürich Frauen verlieren auch das Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Olympique Lyonnais. Gegen die Französinnen setzt es im Stadion Letzigrund eine 0:9-Klatsche ab.

Captain Riana Fischer und die FCZ-Frauen hatten gegen Lyon keine Chance. (Archivbild: Peter Ganser)

Captain Riana Fischer und die FCZ-Frauen hatten gegen Lyon keine Chance. (Archivbild: Peter Ganser)

 

Wenn die Erlösung einen Klang hat, dann ist es für die Spielerinnen der FC Zürich Frauen an diesem Abend wohl derjenige der Trillerpfeife. Nach 90 langen und harten Minuten war endlich fertig und die Zürcherinnen froh, dass diese Partie endlich vorbei war. 0:9 lautete das klare Verdikt im Achtelfinal der Champions League gegen Olympique Lyonnais. Nichts wurde es aus der erstmaligen Viertelfinal-Qualifikation – das war bereits nach der 0:8-Hinspiel-Niederlage vor Wochenfrist klar. Und auch im Rückspiel im heimischen Stadion Letzigrund hatte das Team von Dorjee Tsawa keinen Stich. Lyon, das wohl derzeit beste Frauenteam in Europa, setzte die Zürcherinnen unter 90 Minuten Dauerdruck.

18 Minuten lang konnte das Heimteam die weisse Weste wahren, ehe das Schützenfest der Französinnen begann. Das Skore eröffnete Camille Abily mit einem wunderschönen Freistosstor in die linke obere Ecke. Nicole Studer im Tor der Zürcherinnen war mit den Fingerspitzen zwar noch dran, aber der Ball war zu platziert. Und praktisch keine Minute später legte Eugenie Le Sommer den Ball im Strafraum für Caroline Seger auf, die per Innenrist flach zum 2:0 traf. Dieser Ball schien für Nicole Studer nicht unhaltbar zu sein. In der Folge liess Lyon den Ball durch seine Reihen laufen, die Zürcherinnen waren immer mindestens einen Schritt zu spät oder zu wenig nahe an der Gegnerin dran. Abily, Seger, Maroszan, Le Sommer oder vorne auch die Norwegerin Ada Hegerberg konnten eigentlich tun und lassen, was sie wollten, sie kamen mit ihren Angriffen meistens durch. Und konnte Zürich dann doch mal einen Zweikampf für sich entscheiden, dauerte es nicht lange, bis der Ball wieder in den Reihen der Französinnen war.

In der 33. Minute konnte sich Studer mit einer Parade nach einem Angriff von Hegerberg auszeichnen. Doch bis zum Pausenpfiff musste die FCZ-Keeperin nach Toren von Abily und Kumagai noch zwei Mal hinter sich greifen. Nach der Pause dasselbe Bild: Während Zürich mehr und mehr abbaute, die viele Laufarbeit war kräftezehrend, spielte sich Lyon in einen Rausch. So nach dem Motto – Wer hat noch nicht wer will nochmal? – kanterte Lyon die Zürcherinnen nieder. Für FCZ-Fans sah das zuweilen brutal aus, neutrale Zuschauer freuten sich wohl über den schönen Fussball, den Lyon da zelebrierte. Denn Lyon wäre nicht Lyon, wenn sie auch beim Stand von 4:0 munter weiterspielen und keinen Gang zurückschalten. Deshalb sind sie wohl auch so erfolgreich, immer Vollgas lautet die Devise. In der Liga sind sich die Lyonerinnen nämlich solche Spiele gegen schwächere Gegnerinnen zu Hauf gewohnt – die Schweizerin Lara Dickenmann, die sieben Jahre bei Lyon spielte, kann ein Lied davon singen.

So kam es, wie es kommen musste. Auch in der zweiten Hälfte machte Lyon dort weiter, wo sie nach 45 Minuten aufgehört hatten. Claire Lavogez traf nach einer Stunde und per Doppelschlag (62./63.) zum 5:0 und 6:0, zwei Minuten später war die Reihe an Tarrieu, die zum 7:0 traf. Zehn Minuten vor dem Ende durfte sich auch noch Captain Wendie Renard in die Torschützinnenliste eintragen. Sie traf nach einem Eckball von Maroszan per Kopf zum 8:0. Und kurz vor Schluss war es Corinne Petit, die zum 9:0 traf. Die einzige Frage, die noch blieb war, ob es ein “Stängeli” geben würde oder nicht. Die Antwort lautet: nein. Auch, weil Nicole Studer in der Nachspielzeit noch einen Weitschuss spektakulär parierte. Bei den Zürcher Fans ging gegen Ende der Partie noch zweimal ein Raunen durch die Ränge, da einmal Karin Bernet und einmal Patricia Willi mit dem Ball bis in den Strafraum gelangten, jeweils aber sogleich abgedrängt wurden. Das war das Höchste der Gefühle gemessen an Zürcher Chancen.

Während sich die Spielerinnen von Olympique Lyonnais nach dem Schlusspfiffbei den mitgereisten Fans bedankten, war bei den FCZ-Frauen zuerst einmal durchschnaufen angesagt, ehe auch sie sich von ihrem Publikum verabschiedeten.

Laura Mila, Babsi Fit, Jacqueline Schauenberg, Bastien Aebischer, Laila Koch, Beat Steiner, Claudia Donatsch-Kreis, Oli Ottiger, Michael Anderegg gefällt dieser Artikel

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