Veröffentlicht am: So, 7. Jun 2015

Eschenbach ist wieder erstklassig

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Vor zwei Jahren musste sich der FC Eschenbach aus der 1. Liga verabschieden. Geplant war der direkte Wiederaufstieg. Doch damals stand ihm der FC Widnau vor der Sonne. Nun hat es endlich geklappt.

Am Ende der Saison 2012/2013 stiegen aus der Gruppe 3 der 1. Liga gleich vier Teams ab. Mit dabei waren neben Thusis-Cazis und Münsterlingen auch Widnau und Eschenbach. In der Saison zuvor konnten sich beide Teams noch einigermassen klar in der obersten Spielklasse des Breitensports halten. Somit war es klar, dass beide Vereine auch den direkten Wiederaufstieg anstrebten und in der 2. Liga des Ostschweizer Fussball-Verbandes zu den grossen Konkurrenten würden. Denn Platz für die Rückkehr war danach nur noch für ein Team. Bis kurz vor Ende der Saison war es ein Kopf an Kopf-Rennen und im Mai 2014 feierte Widnau den alles entscheidenden Sieg in der Direktbegegnung. Eschenbach musste damit das Projekt Aufstieg um eine Saison verschieben. In dieser Spielzeit lief es dann nach Wunsch. Eine Runde vor Schluss liegen die St. Gallerinnen unüberholbar an der Spitze, mussten keine einzige Niederlage in Kauf nehmen und dominierten die Saison mit einem beachtlichen Torverhältnis von 83:15. Feiern konnte das Team von Markus Brändle allerdings bereits am letzten Mittwoch. Der Auswärtssieg gegen Amriswil brachte den letzten Dreier um alles klar zu machen.

Nein, er ging nicht rein. Dies hätte eigentlich das 2:0 durch Esra Güvendiren (rechts) sein müssen. (Bild: Chris Blattmann)

Nein, er ging nicht rein. Dies hätte eigentlich das 2:0 durch Esra Güvendiren (rechts) sein müssen. (Bild: Chris Blattmann)

Auf heimischem Terrain wurde nun heute die letzte Partie der Saison gegen Ebnat-Kappel ausgetragen und Eschenbach war nichts anzusehen, dass man sich mit dem Aufstieg zufrieden geben würde. Die Gegnerinnen aus dem Toggenburg wurden über die gesamte Spielzeit dominiert. Auch wenn diese aktuell mit einem Spiel weniger auf Rang 9 liegen, so ist der Ligaerhalt noch lange nicht gesichert. Nur gerade drei Punkte trennen sie vom FC Münsterlingen auf dem 12. und letzten Platz. So war es naheliegend, dass sich die Gäste nach Kräften gegen Tore wehrten. Dies gelang während der ersten Halbzeit auch ganz ordentlich, allerdings auch dank der gütigen Mithilfe Eschenbachs. So stand es nach 45 Minuten und hochsommerlichen Temperaturen nur 1:0, es hätte locker auch 3:0 stehen können. Nach dem Seitenwechsel musste sich Ebnat-Kappel aber geschlagen gehen. Nur eine Auswechselspielerin war zu wenig, damit das Team von Peter Schrepfer Paroli hätte bieten können. Eschenbach seinerseits hatte mit 6 Spielerinnen auf der Bank genügend Möglichkeiten, um die Kräfte auf viele Schultern zu verteilen. So ging Ebnat-Kappel nach einer Stunde die Puste aus und die Einheimischen, welche kurz nach Beginn der 2. Halbzeit auf 2:0 erhöhen konnten, nutzten dies für die Tore 3 – 9 aus. Der Ehrentreffer in der 76. Minute war dann nur noch Resultatkosmetik.

Der Ligaerhalt ist das erklärte Ziel

Auch wenn man am kommenden Wochenende noch in Ems gastiert, so beginnt für Markus Brändle bereits die Planung der nächsten Saison. Dem Trainer ist bewusst, dass man qualitativ in der 1. Liga Probleme haben wird. Entsprechend müssen noch Transfers getätigt werden, insbesondere weil man gleich drei bedeutende Abgänge ersetzen müsse. Dies sei nicht einfach, weil Rapperswil-Jona zu nah sei und Talente anziehe. Der Verein profitiere aber von einer guten Basis bei den Juniorinnen, welche viel Potential hätten: “Ein gutes Beispiel dafür ist die erst 16-jährige Anina Rudolf, ein Juwel, das heute einen Hattrick zum Resultat beigetragen hat”. Dennoch müsste gerade bei den Jungen technisch und taktisch im Training noch eine Schippe zugelegt werden. Der Erzrivale des letzten Jahres, Widnau, ist aber weiterhin im Kopf des Trainers: Ein Ligaerhalt müsste aber möglich sein. Denn einerseits seien die Teams der unteren Tabellenhälfte nicht stärker, und andererseits habe es Widnau ja auch ohne Probleme geschafft.


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