Veröffentlicht am: Fr, 7. Nov 2014

Eine Kooperation mit Hand und Fuss

Eine Newsmeldung präsentiert von:

Andere Sportart, ähnliche Probleme: Der FC Aarau Frauen und der TV Zofingen Handball Frauen wollen strukturelle Schwierigkeiten mit einer Zusammenarbeit über die Grenzen ihres Sports hinweg lösen.

Die Verantwortlichen der beiden Vereine FC Aarau Frauen und TV Zofingen Handball Frauen stellen in einer Medienmitteilung fest, dass sich für sie, bedingt durch die geographische Lage und die ständig steigenden Anforderungen im Leistungssport, sportartenübergreifend die gleichen Probleme ergeben: „Sowohl der TV Zofingen Handball Frauen, wie auch der FC Aarau Frauen sind lokal verankerte Vereine, die mit ihren Fanionteams national aktiv sind, sich aber auch in der Juniorinnenförderung und im Breitensport stark engagieren. Gegen die Vereine aus den Agglomerationen von Zürich, Bern, Basel und Luzern haben die beiden Traditionsvereine einen schweren Stand.“ Knappes Personal bei Spielerinnen und Staff, Sponsorensuche, fehlende Aufmerksamkeit, das sind sie Schwierigkeiten, die sich aus dieser Konstellation ergeben.

Daher gehen Aarauerinnen und Zofingerinnen nun neue Wege. Die Kooperation umfasst den organisatorischen wie auch den sportlichen Bereich. Im Marketing und der Kommunikation wollen sich die Vereine gegenseitig einbeziehen und so höhere Sichtbarkeit erzielen, was für Sponsoren interessant sein dürfte. Personell können sich beide Vereine unterstützen, wenn Trainer fehlen. Gegenwärtig fassen die Vereine zunächst punktuell in den Morgentrainings der Sportkanti- und Sport-KV Schülerinnen gemeinsame Einheiten ins Auge. Weiter ist eine Einheit beider Teams im Bereich der Biomechanik geplant. Auch im Mentaltraining sind gemeinsame Lektionen möglich. Die konkrete Zusammenarbeit der Gruppen soll in Arbeitsgruppen langsam und fundiert aufgebaut und formuliert werden.

Christoph Wyder, der Sportchef des TV Zofingen Handball, kann sich vorstellen, dass eine solche Kooperation nicht nur organisatorische, sondern auch direkt sportliche Vorteile mit sich bringt: „Sportlerinnen spezialisieren sich heute sehr früh. Ich glaube, eine etwas langsamere, dafür vielseitigere, polysportive Ausbildung könnte das Leistungsniveau anheben und manche Karriere verlängern. Wir haben in der Region verschiedene Ballsportvereine auf ähnlichem Niveau, Volleyball, Basketball, Faustball. Warum führen wir nicht allgemeine Ballsportwochen für Kinder durch?“ Die sonst in den Klubs verbreitete Angst, die Juniorinnen an andere Sportarten zu verlieren, hat er nicht: „Da brauchen wir nicht eitel zu sein, Hauptsache, die Jungen machen etwas. Und wenn eine junge Handballerin merkt, dass sie doch lieber Fussball spielt, kommt umgekehrt vielleicht eine Fussballerin zum Handball in die Halle.“

Um die Zusammenarbeit der beiden Vereine zu besiegeln, werden sich die Teams gegenseitig besuchen. Die Fussballerinnen werden den TV Zofingen Handball am 8.11.2014 im Heimspiel gegen den BSV Stans unterstützen von den Rängen aus unterstützen. Am 16.11. revanchiert sich der FC Aarau mit einer Einladung zum Cupspiel gegen den FC Basel.

Beat Steiner, Ladina Zaugg, Ackermann Janine, Elias Vetter, Marisa Brunner, Carlos Enrique Girnt, Zoé Cretegny, Michi Lendi gefällt dieser Artikel

Holen Sie sich die App des Frauenfussball-Magazins und bleiben Sie immer bestens informiert:

Kommentiere diesen Beitrag

XHTML: Sie können diese html tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Log in here!