Beach Soccer: Endspurt in der Summer League

Die Saison im Beach Soccer ist kurz. Umso mehr sind die jeweiligen Turnierorganisatoren auf Petrus angewiesen. Nicht besonders gut meinte es der Wettergott mit dem Auftaktanlass in Zürich. Regen und tiefe Temperaturen liessen kein echtes Sommergefühl aufgekommen. Mittlerweile haben die passenden Temperaturen jedoch Einzug gehalten und man fühlt sich beim zweitletzten Anlass wie in Brasilien. Sportlich allerdings ist die Spannung seit Beginn hoch. Die etablierten Teams wurden bisher den Erwartungen gerecht, unberechenbar waren die Neuen. Ganz vorne dabei sind auch die Beach Kings aus Emmen, welche es auf Anhieb geschafft haben, sich in der höchsten Liga zu etablieren. Nach einem erfolgreichen Start mit zwei Siegen, einem davon allerdings Forfait, kam der Dämpfer und die Aussichten der Finalteilnahme schwanden.

Brasilianische Akrobatik im Zürcher Oberland (Bild: Chris Blattmann)

Brasilianische Akrobatik im Zürcher Oberland (Bild: Chris Blattmann)

In Wetzikon sah es an diesem Wochenende zu Beginn ähnlich aus. Das erste Drittel im ersten Spiel lief für die Zentralschweizerinnen verhalten, schnell lag man nach anfänglicher Führung gegen den BSC Sablun Bern zurück. im zweiten Drittel vermochten die “Königinnen” jedoch auszugleichen und distanzierten die Bernerinnen in der Schlussphase gar auf ein zwischenzeitliches 10:5. Im Beach Soccer kann ein solcher Vorsprung bekanntlich schnell aufgeholt werden. Entsprechend hielt die Spannung im perfekt organisierten Turnierumfeld in Wetzikon bis zum Schluss. Die Beach Queens gewannen am Ende verdient mit 10:6. Einen Hauch Brasilien brachte die Zentralschweiz auch selbst mit ins Zürcher Oberland. Gleich drei Spielerinnen überzeugten mit kreativem, technisch hochstehenden Fussball in der Luft wie auch auf dem Sand. So erstaunt es nicht, dass knapp ein Viertel der Tore der Beach Kings auf das Konto Tamires Ferreira gehen.

So schön kann Siegen sein: Thamires Ferreira (Bild: Chris Blattmann)

So schön kann Siegen sein: Thamires Ferreira (Bild: Chris Blattmann)

GC und Jona die grossen Abwesenden

Dominiert wurde diese Meisterschaft vom Beach Soccer Team der Grasshoppers. Mit 16 Punkten aus sieben Spielen führen sie die Tabelle souverän an. Da die weiteren Teams der Meisterschaft aufgrund der Wetterkapriolen noch einige Spiele aufzuholen hatten, konnten sie dem Turnier im Zürcher Oberland ebenso fern bleiben wie der BSC Jona. So kommt es erst am kommenden Wochenende zum grossen Final. Im Rennen um den Meistertitel haben neben den Hoppers und den Beach Kings noch weitere Teams ein Wörtchen mitzureden. Die BSC Havana Shots aus dem Aargau konnten, wie die Frauen aus Emmen, die beiden Partien am Sonntag ebenfalls gewinnen. Mit einem 4:1 gegen die Chargers Baselland und gar einem 8:4 gegen Sablun Bern liegen sie punktgleich mit den Beach Kings auf den nächsten Verfolgerplätzen im Kampf um den Meistertitel.

Saisonfinale in Emmen

Am kommenden Samstag kommt es daher um den grossen Showdown. Für die Beach Kings ist es damit gleich mehrfach ein besonderer Anlass. Als Neulinge organisieren sie das Finale und kämpfen um den erstmaligen Meistertitel. Für Spannung ist in der Zentralschweiz gesorgt. Die Grasshoppers werden auf dem Rossmoos in Emmen erst in der letzten Partie um 18.00 Uhr zum Einsatz kommen: Gegen die Gastgeberinnen.

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