Veröffentlicht am: Sa, 10. Juli, 2010

Beachfeeling in der Schweiz

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Ein Monat im Ausnahmezustand liegt hinter uns. Die Fussball Weltmeisterschaft lieferte uns täglich spannende Spiele ins Haus. Am 11. Juni begann in Südafrika die grossen Mannschaften um den Pokal zu kämpfen. Nur einen Tag später startete in der Schweiz ebenfalls ein Rennen um den ersten Platz: Die Rede ist von Beach Soccer. Seit 2009 gibt es in unserem kleinen Land ebenfalls eine Frauen-Liga, nachdem drei Jahre zuvor die Herren den Anfang machten. Trotzdem kann sich die Frauen-Liga mit 8 Teams sehen lassen. Laut Verband zählt jede Mannschaften mindestens 10 Spielerinnen. Viele der Akteurinnen spielen parallel dazu noch Fussball, oder haben nach ihrer Zeit auf Rasen, jetzt dem Sand den Vorzug gegeben.

Jacky Passos links ( Chargers Baselland ) – Fabienne Kohler rechts ( Niederlenz )

Jacky Passos links ( Chargers Baselland ) – Fabienne Kohler rechts ( Niederlenz ) (Bild: Peter Ganser)

Turniertage statt Einzelspiele

Der Spielmodus ist im Beach Soccer eine Mischung aus Eishockey und Fussball. Zuerst wird eine normale Meisterschaft mit Hin- und Rückspielen ausgetragen. Die ersten vier Mannschaften qualifizieren sich nach 14 Spieltagen für die Halbfinalspiele. Dieses Jahr finden diese, zusammen mit den Herren, am 7. August im Zürcher Hauptbahnhof statt. An diesem Tag wird auch der Schweizermeister gekürt.

Achtung: Kein Fussball

Wer jetzt aber denkt, Fussball ist das gleiche wie Beach Soccer, hat sich gewaltig getäuscht. Erstmals besteht eine Mannschaft nur aus 4 Feldspielerinnen und einer Torhüterin. Da das Spiel auf einem kleineren Feld stattfindet, ist das Tempo um einiges schneller als auf dem Rasen. Dies kommt auch davon, dass der Torhüter den Abstoss mit einem Auswurf ausführt. Durch die «5-Sekunden-Regel» – Standartsituationen müssen innerhalb dieser Zeit ausgeführt werden – gewinnt das Spiel zusätzlich an Geschwindigkeit. Dadurch gibt es auch viel mehr Abschlüsse und Tore. Eine spannende Regel ist auch, dass bei einem Freistoss keine Mauer gestellt werden darf. Zudem muss der gefoulte Spieler den Freistoss selber ausführen, ausser er ist ernsthaft verletzt und steht nicht mehr auf dem Spielfeld.

Atmosphäre

Für die Beach Soccer Spielerin Monika Metzger macht der Sport vor allem eines aus: die Atmosphäre. «Es herrscht immer gute Stimmung durch Sonne, die Musik und den Sand. Es entsteht so ein Beachfeeling. Zudem spielen während der Meisterschaft nicht nur zwei Mannschaften gegeneinander, sondern es ist immer ein grosser Event». Zudem sind beim Beach Soccer andere Fähigkeiten gefragt als beim Fussball. Das Spiel ist technisch viel anspruchsvoller und der Ball wird oft direkt durch die Luft gespielt. Kommt dazu, dass der Kraftaufwand im Sand viel grösser ist, als auf Rasen. Dass kann jeder bestätigen, der im Trainingslager am Meer morgens um 7.00 Uhr durch den tiefen Sand joggen musste. Nun ist es in der Schweiz ja nicht so, dass wir einfach vor die Tür gehen und ein grosses Sand-Feld vorfinden. Daher sind die Trainings-Möglichkeiten beschränkt. Auf der Website von Swiss Beach Soccer finden sich gerade einmal elf Plätze. Nicht gerade viel, für die ganze Schweiz.

Feyza Perktas rechts ( Havana Shots Aargau ) - Sabrina Zimmermann links (Sable Dancers Bern ) (Bild: Peter Ganser)

Feyza Perktas rechts ( Havana Shots Aargau ) – Sabrina Zimmermann links (Sable Dancers Bern ) (Bild: Peter Ganser)

Identifikationsfiguren

Fällt das Stichwort Beach Soccer fallen einem sofort Namen wie Dejan Stankovic oder Stephan Meier ein. Bei den Frauen wird es da schon schwieriger. Remo Gürlet, Mediensprecher von Swiss Beach Soccer gibt es aber einige, die diesen Status bald einnehmen könnten: „Eine bekannte Spielerin ist sicher Adrienne Krysl, aktuell Captain der Nationalmannschaft und Spielerin bei BSC Havana Shots Aargau. Ein Superstar gibt es aber: Die Schweizer Meisterinnen BSC Wildcats Freiamt haben die Brasilianerin Tatiane Moraes Bispo in ihren Reihen.


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